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Leben nach der Transplantation

Die Nieren – wie sie arbeiten, - wenn sie versagen

Unsere Nieren sind lebenswichtige Organe, ihre Aufgabe ist die Ausscheidung von Endprodukten des Stoffwechsels und Giftstoffen durch Bildung des Harns. Außerdem reguliert die Niere: den Wasserhaushalt, den Blutdruck, den Säure-Basen-Haushalt, die Mineralisierung des Knochens, und die Blutbildung.

Die Messung der Nierenleistung

Die Funktion der Niere kann anhand der Urinmenge, der Urinkonzentration und der Konzentration der harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure, Kalium) im Blut abgeschätzt werden. Außerdem gibt es Möglichkeiten, wie Ultraschall, Röntgen, CT usw. Das größte Problem für Transplantierte, ist der langsame, über Monate oder Jahre fortschreitende Verlust der Nierenfunktion, die chronische Niereninsuffizienz, bedingt durch die Medikamenteneinnahme. Ob eine Niereninsuffizienz vorliegt, kann mit Hilfe der Blut- oder Urinuntersuchung festgestellt werden. Im Blut wird die Konzentration des Kreatinins bestimmt, daraus wird die Nierenfunktion berechnet. Im Urin wird die Eiweißkonzentration gemessen. Allerdings ändert sich der Kreatininspiegel erst ab einer Nierenleistung von unter 50%!



Weiter aussagekräftige Blutwerte für die Niere sind der Harnstoff und die Harnsäure.

Harnstoff ist das Hauptendprodukt des Eiweiß- und Aminosäurestoffwechsels. Er wird in den Nieren aus dem Blut gefiltert, und ist somit ein gutes Maß für die Filterfunktion. Zu hohe Harnstoffwerte können auf eine verminderte Filterfunktion hindeuten.

Harnsäure ist das Endprodukt des Purinstoffwechsels. Außerdem nehmen wir beim Essen Purin mit dem Fleisch, hauptsächlich Innereien zu uns. Im Blut ist Purin sehr gering löslich. Eine zu hohe Harnsäurekonzentration führt zu Ablagerungen in den Gelenken, die dann Entzündungen hervorrufen, -man hat einen Gichtanfall.

Auf Grund der ständigen Belastung der Nieren durch Medikamente, ist es gerade für Transplantierte empfehlenswert, sich regelmäßig von einem Nephrologen untersuchen zu lassen.

Auf eventuelle Nierenschäden kann so schnell reagiert und einer Dialyse vorgebeugt werden.

Ist die Nierenfunktion erst einmal dauerhaft und fortschreitend vermindert, bleibt nur die Dialyse.
Es gibt zwei verschiedene Verfahren der Nierenersatztherapie – die Hämodialyse und die Peritonealdialyse. Mit Hilfe eines dieser Verfahren die lebensnotwendige Reinigung des Blutes. Durch die Dialysebehandlung werden harnpflichtige Schlackenstoffe und überschüssiges Wasser aus dem Körper entfernt, die durch die eigene Niere nicht mehr ausgeschieden werden können.

Es gibt auch für bereits Transplantierte die Möglichkeit einer Nierentransplantation.
Einzelheiten dazu müssen mit dem behandelnden Nephrologen und der behandelnden TX-Ambulanz besprochen werden.



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