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Gabriele Lambrecht

Wolfgang Kerl








 



 

 

 

Wie mir das Herzunterstützungssystem (Kunstherz) HEART MATE II hilft die Wartezeit zu überbrücken.

Seit über 7 Jahren leide ich an Herzinsuffizienz und ich war Transplantationspatient auf der Warteliste des Deutschen Herzzentrums. Ich habe dann im Paulinenkrankenhaus auf ein Spenderherz gewartet. Hier habe ich auch Mitglieder der IOP kennen gelernt und deren Mitglied ich heute bin.

Am 15. August 2008 stand ich nach einem Herzstillstand vor der Wahl. Entweder ein Herzunterstützungssystem und erst mal das Überleben sichern oder nach einem eventuell nochmaligen Herzstillstand CIAO SAGEN. Nach kurzer Rücksprache mit meiner Frau entschieden wir uns dann für das Herzunterstützungssystem.

Eine knapp 9 stündige OP machte mich zum Träger dieses Herzunterstützungssytems. Im Herzzentrum wurde ich dann von der Kardiotechnik mit dem Umgang der Akkueinheit und des Controllers unterwiesen.

Nach einer hervorragenden Betreuung im Deutschen Herzzentrum in Berlin, ging es dann nach ungefähr dreiwöchigem Aufenthalt nach Teltow in die Reha.

Ich entschied mich für eine 4wöchige Rehadauer 3 Wochen erschienen mir zu wenig und Dank meiner Krankenkasse wurde auch die 4. Woche genehmigt. Nach viel Sport, Bewegung, Lauf und Muskelaufbau ging es dann nach vierwöchigem Aufenthalt in die Heimat.

Nun begann erst mal die Gewöhnungsphase ich allein mit meinem Herzunterstützungssystem, meinen Ängsten, der Stromversorgung und Controller.

Immer wenn der Controller akustische Signale von sich gab, war erst mal ein bisschen Panik angesagt. Und vor allem, hoffentlich kein Stromausfall damit die Akkus immer vollgeladen sind.

Nur nichts falsch machen, alles in Ordnung? Obwohl ich in meinen ehemaligen Beruf als technischer Angestellter eine elektrotechnische Ausbildung absolviert habe nahm ich sämtliche akustischen Signale des Controllers besonders skeptisch auf. Aber ich bin seit dieser Zeit zuhause, habe mich an meinen Begleiter gewöhnt.

Meine Frau übernahm den regelmäßigen Verbandswechsel für den Stromversorgungsschlauch in die Bauchdecke. Aber so einige kleine Wehwehchen gibt es auch mit dem Herzunterstützungssystem.

So bin ich besonders vorsichtig gewesen bei dem strengen Frost mit Schnee und Eis, aber auch bei großer Hitze und den Temperaturschwankungen habe ich mein Verhalten angepasst.

Da gab es doch schon mal Kreislauf- und Herzrhythmusprobleme. Diese konnten zum Glück dann nach kurzen Telefonaten mit Ärzten des DHZB geklärt werden. (DANKE)!

Bei uns gibt es wohl ein Krankenhaus mit Kardiologie aber keines, das Erfahrung mit Herzunterstützungssystemen hat.

Ansonsten fühle ich mich zuhause wohl, wir waren bisher auch einige Male in Gaststätten zum Essen.

Ich gehe regelmäßig zum Arzt aber immer in Begleitung meiner Frau und von 2 Reserveakkus und dem Ersatzcontroller.

Täglich freue ich mich auf das WEITERLEBEN DÜRFEN!

Auch wenn das Tragen des Herzunterstützungssystems einige Lebenseinschränkungen mit sich bringt.

Zu den regelmäßigen Untersuchungen und Sprechstunden besuche ich jedes viertel Jahr das DHZB.

Von einigen Trägern von Unterstützungssystemen habe ich erfahren, dass es aus Mitteln der Pflegeversicherung Geldleistungen für Träger von Herzunterstützungssystemen gibt.

Hier nehmen Sie bitte Kontakt mit ihrer Krankenkasse auf.

Ansonsten ist über mein Herzunterstützungssystem nichts Negatives zu berichten. Es arbeitet zweifelsohne Super, bisher noch keine Störung zu vermelden und bin dem Deutschen Herzzentrum, ihren mich behandelten Prof. Hetzer den Oberärzten, Ärzten und dem Pflegepersonal dankbar für ihre Geduld, die Sie mir als Patient entgegenbrachten- und bringen. In diesen Dank möchte ich auch das Paulinenkrankenhaus und das REHA Zentrum Seehof in Teltow mit einbinden.

Bisher hat mich mein Herzunterstützungssystem noch keinen Tag in Stich gelassen, ich habe im Mai bzw. Juni 2009 alle Untersuchungen für die Neulistung zur Transplantation absolviert und hoffe, dass ich in absehbarer Zeit erfolgreich transplantiert werden kann.

Wolfgang Kerl

 

 

 

 

© 2009 Interessengemeinschaft Organtransplantierter Patienten e.V. Zescher Straße 12 12307 Berlin    email: info@iop-berlin.de