Logo
Aktuelles

Informationen zur Transplantation

Herztransplantation

Herzmuskelschwäche - Herzinsuffizienz - Kardiomyopathie


Ursachen

Eine Herzmuskelschwäche hat vielfältige Ursachen,
wie

  • Zustand nach Herzinfarkt
  • angeborene oder erworbene Herzklappenfehler
  • lange Jahre bestehender Bluthochdruck
  • rheumatische oder bakterielle Herzmuskelentzündungen
  • familiär auftretende Herzmuskelerkrankungen,
    die auch als Kardiomyopathien bezeichnet
    werden, deren Ursache aber noch nicht bekannt sind
  • das Alter ganz allgemein
  • Alkoholmissbrauch und Drogen



Beschwerden bei einer Herzerkrankung
Die ersten Symptome sind meist sehr diskret und werden oft auf das zunehmende Alter geschoben.

Es beginnt oft mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Leistungsschwäche bei stärkerer Belastung, später auch bei Alltagsbelastungen, am besten bemerkbar beim Treppensteigen und längeren Gehstrecken.

Es entsteht zuerst ein leichte, später stärkere Luftnot bei Anstrengungen, die zum Pausieren zwingt.
Schließlich kann Luftnot auch in Ruhe auftreten und mit einem trockenen Husten verbunden sein.

Die Nachtruhe ist gestört durch häufiges Wasserlassen.
Das flache Liegen ist nicht mehr möglich, es werden mehrere Kissen zur Erhöhung des Oberkörpers benötigt.

An den Unterschenkeln treten Schwellungen auf, der Grund für schnelle Gewichtszunahme von mehreren kg in wenigen Tagen.

Das Herz schlägt oft schnell und unregelmäßig, verursacht auch oft Schmerzen im Brustkorb.
Insgesamt geht dies mit einer deutlichen Einschränkung
der Lebensqualität einher und engt den Aktionsradius erheblich ein bis zur ständigen Bettruhe.

 

Diagnose
Die Diagnose wird durch die ärztliche Untersuchung
gestellt, ergänzt durch

  • EKG
  • Röntgen-Thorax
  • Echokardiogramm
  • Herzkatheteruntersuchung


Wenn die Diagnose gestellt ist, wird mit Allgemeinmaßnahmen wie Kochsalzrestriktion, körperlicher Schonung, Gewichtsregulierung versucht, Linderung der Beschwerden zu erzielen.
Aber die medikamentöse Therapie ist in jedem Fall zusätzlich erforderlich.

Es werden Medikamente eingesetzt, die eine herzstützende, herzentlastende, wassertreibende
und ökonomisierende Wirkung auf das Herz entfalten.
So kann ein herzschwacher Patient über Jahre auf einem bestimmten Leistungsniveau stabil gehalten werden.
Dabei ist die Mitarbeit des Betroffenen wichtig, das empfohlene gesundheitsgerechte Verhalten
muss beachtet werden, die Medikamenteneinnahme
muss zuverlässig erfolgen und die persönliche Kontrolle von Gewicht, Puls und Blutdruck sollte regelmäßig vorgenommen und dem Arzt vorgelegt werden.

 

Chirurgische Therapie
Wenn all diese Maßnahmen nicht zum Erfolg führen und kein lebenswertes Leben ermöglichen, sollte der Herzchirurg eingeschaltet werden, denn die modernen Methoden der Herzchirurgie haben gerade auf dem Gebiet der Herzschwäche in den letzten Jahren große Erfolge erzielt.

So sind zu erwähnen

  • die Methode der kardialen Resynchronisationstherapie
  • die aorto-coronare Bypassoperation
  • die Klappenrekonstruktion
  • Herzklappenersatz
  • die Rekonstruktion der linken Herzkammer mit Entfernung eines Aneurysmas
  • der automatische Defibrillator
  • die Stammzelltherapie
  • die mechanische Kreislaufunterstützung durch Implantation von Pumpsystemen

 

Wenn all diese Methoden nicht zum Erfolg führen,
ist die letzte aber effektivste Therapie die Herztransplantation.

Da sehr viele Patienten auf der Warteliste für eine Herztransplantation stehen, werden umfangreiche
Forschungsaktivitäten auf das Kunstherz
gerichtet.
Durch die chirurgischen Methoden zur Verbesserung
der Herzschwäche konnte vielen Patienten die Transplantation erspart werden.


Dr. med. Bärbel Fuhrmann
ehem. Leitende Ärztin der Rehabilitationsklinik Seehof der Deutschen Rentenversicherung Bund, Teltow




Flyer

Hier finden Sie unseren Flyer zur Herzmuskelschwäche zum Download: Herzerkrankungen.pdf





Erfahrungsbericht: Wie das Herzunterstützungssystem (Kunstherz) HEART MATE II hilft die Wartezeit zu überbrücken.

© 2014 Interessengemeinschaft Organtransplantierter Patienten e.V. Zescher Straße 12 12307 Berlin    email: info@iop-berlin.de    Impressum Impressum
letzte Änderung 16.05.2014

Knochen